Einführung in die Validierung von Kamerasystemen

Testgerät für die präzise MontageModerne Geräte basieren zunehmend auf integrierten Bildverarbeitungssystemen, um visuelle Informationen zu erfassen und auszuwerten. Die Validierung dieser Systeme erfordert weit mehr als nur die Überprüfung, ob eine Kamera ein Bild erzeugt. Bei der Prüfung von Kameramodulen wird die gesamte Bildverarbeitungskette bewertet. Dazu zählen das optische System, der Bildsensor, die Erfassungselektronik und die Verarbeitungskette, die für die Umwandlung der Rohdaten des Sensors in verwertbare visuelle Informationen zuständig ist.

Um Probleme bereits in einer frühen Entwicklungsphase zu erkennen, müssen Sie sicherstellen, dass die Bildaufnahme stabil bleibt, dass die Kameramodule innerhalb ihrer Leistungsspezifikationen arbeiten und dass die Videostreams zuverlässig an die nachgeschalteten Verarbeitungseinheiten übertragen werden.

Averna-Kompetenz im Bereich Kamerasystemtests

Averna bietet hochmoderne Services für Kameratests, die Herstellern dabei helfen, Bildverarbeitungssysteme während der gesamten Entwicklungs- und Produktionsphase zu validieren. Unsere Ingenieure entwickeln automatisierte Testplattformen zur Bewertung von Kameramodulen und High-Speed-Kameraschnittstellen innerhalb komplexer eingebetteter Systeme.

Unsere modularen Lösungen für Kameratests unterstützen verschiedene wichtige Validierungsmaßnahmen:

  • Charakterisieren von Bildsensoren
  • Testen und Kalbrieren von Kameramodulen
  • Testen von Kameras während der Fertigung und Validieren am Ende der Fertigungslinie (EOL)

Dieser systemweite Ansatz ermöglicht es den Entwicklungsteams, Integrationsprobleme frühzeitig zu erkennen und eine stabile Kameraleistung nach der Inbetriebnahme der Systeme sicherzustellen.

Anwendungen in verschiedenen Branchen

Symbol – Verbraucherelektronik

Verbraucherelektronik

Smartphones, Wearables, Tablets, AR-/VR-Kameras

Symbol – Automotive und Transport

Automotive

Automotive-Kameras und ADAS-Systeme, die eine robuste Wahrnehmung und Bildgebung mit geringer Latenz erfordern

Symbol – Biowissenschaften

Produkte für Medizintechnik und Biowissenschaften

Hochpräzise optische Erfassungssysteme wie Endoskope oder medizinische Kameras

Symbol – Smarte Fertigung

Smarte Fertigung

Vision-Ausstattung für Industrie und Inspektionssysteme für die smarte Fertigung

Symbol – Robotik & Bewegung

Industrielle Automatisierung

Eingebettete Bildverarbeitungsmodule für Robotik, Drohnen und Automatisierung

Die wichtigsten Komponenten von Kamerasystemen

Ein typisches Kamerasystem umfasst mehrere wichtige Komponenten.

  • Das optische Modul, bestehend aus Linsen und optischen Elementen, bündelt das einfallende Licht auf den Bildsensor und bestimmt Eigenschaften wie das Sichtfeld und die Bildschärfe.
  • Der Bildsensor, der in der Regel auf CMOS- oder CCD-Technologie basiert, wandelt einfallendes Licht in elektrische Signale um, die von der nachgeschalteten Elektronik verarbeitet werden können.
  • Die Bildaufnahmepipeline und der Bildsignalprozessor (ISP) wandeln die Rohdaten des Sensors in Bildinformationen um. Hierzu werden Vorgänge wie Belichtungssteuerung, Farbverarbeitung und Bildrekonstruktion ausgeführt.
  • High-Speed-Kameraschnittstellen übertragen Bilddaten vom Sensor oder vom Kameramodul an die Verarbeitungseinheiten. Zu diesen Schnittstellen können Standards wie GMSL2, MIPI CSI-2, LVDS, FPD-Link oder Ethernet-basierte Bildverarbeitungsprotokolle umfassen.
  • Kamera-Elektronik, die auf der Leiterplatte angesiedelt ist, übernimmt die Signalaufbereitung, die Steuerungskommunikation und die Stromverteilung innerhalb des Bildverarbeitungssystems.
  • Um wiederholbare Messungen bei der Kameravalidierung sicherzustellen, sind häufig kontrollierte Beleuchtungsbedingungen und optische Hilfsmittel erforderlich.
  • Abschließend sorgen mechanische Konstruktionen und Montageprozesse dafür, dass die optischen Elemente und die Elektronik innerhalb des Kameramoduls korrekt ausgerichtet bleiben.

Möchten Sie eine komplexe Kameraarchitektur validieren?

Von der optischen Ausrichtung und der Prüfung der Bildqualität bis hin zur Validierung von High-Speed-Schnittstellen entwickeln unsere Teams automatisierte Testplattformen für moderne Kamerasysteme. 

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Zentrale Testfunktionen für Kameramodule

Die Kameratestlösungen von Averna sind darauf ausgelegt, jede Stufe der Bildverarbeitungskette zu bewerten und dabei kontrollierte und wiederholbare Testbedingungen sicherzustellen.

Infografik – Kamera – Vision-Test – Reichweite

Bildqualitätstests

Bildqualitätstests stellen sicher, dass Kameramodule unter kontrollierten Bedingungen präzise und konsistente Bilddaten erfassen. Die Plattformen von Averna unterstützen Bildqualitätstests für Kameralinsen und -sensoren, indem sie auswerten, wie optische Komponenten und Bildsensoren auf kalibrierte Beleuchtung und standardisierte optische Testmuster reagieren.

Zu den typischen Validierungsmaßnahmen gehören:

  • Farbkalibrierung und Weißabgleich
  • Empfindlichkeitstests, Rauschtests und Messung des Signal-Rausch-Verhältnisses
  • Prüfung des Dynamikbereichs und Validierung der HDR-Leistung
  • Prüfung auf Dead-Pixel, Prüfung auf Hot-Pixel und Erkennung von Pixelfehlern
  • Prüfung der Gleichmäßigkeit, der Homogenität und der Farbkorrektur
  • Prüfung zur Fehlererkennung und Streulichtanalyse
  • Prüfung der Modulationsübertragungsfunktion (MTF) und des räumlichen Frequenzgangs
  • Prüfung der Gitterverzerrung und der Streulichtbildung sowie Messung der Linsenverzerrung
  • Kalibrierung des Sichtfelds und Charakterisierung der optischen Leistung

Je nach Kameraarchitektur können zusätzliche Validierungsabläufe Flash-Tests, die Konfiguration von Farbtests und die Überprüfung der RS-485-Remote-Schnittstelle umfassen.

Optische Ausrichtung und Linsenjustierung

Eine präzise optische Ausrichtung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Kameramodule eine genaue Fokussierung und eine stabile Bildqualität liefern. Selbst geringfügige Abweichungen bei der Positionierung des Objektivs oder der Ausrichtung des Sensors können die Bildschärfe beeinträchtigen.

Die Averna-Plattformen unterstützen hochmoderne Tests zur optischen Ausrichtung sowie Tests zur aktiven Ausrichtung, die bei der Montage von Kameramodulen zum Einsatz kommen. Diese Verfahren stützen sich auf optische Referenzmarken und Rückkopplungsmessungen, um die Linsen präzise relativ zum Bildsensor zu positionieren.

Zu den typischen Maßnahmen zur Validierung der optischen Ausrichtung gehören:

  • Prüfung der Linsenneigung und -ausrichtung sowie Prüfung der Ebenheit mit XY-Phi
  • Prüfung des optischen Kollimators zur Bestimmung des Fokusbereichs von endlich bis unendlich
  • Prüfung des Autofokus und Validierung der Fokuskalibrierung
  • Aktive Ausrichtung mithilfe optischer Markierungen und Echtzeit-Bildrückmeldung
  • Korrektur von Ausrichtungs-Offsets mithilfe rasterbasierter Messsysteme
  • Optische Überprüfung der Klebstoffdosierung und der Linsenpositionierung in den X-, Y- und Z-Achsen sowie der Drehachse vor der IR-Aushärtung

Diese Verfahren stellen sicher, dass die optischen Module korrekt ausgerichtet bleiben und die Kamerasysteme über alle Fertigungslinien hinweg eine gleichbleibende Bildqualität liefern.

Tests der Schnittstellen- und Systemintegration

Wir unterstützen die Validierung von Kameraschnittstellen für eine Vielzahl von Industriestandards, die in eingebetteten Bildverarbeitungssystemen zum Einsatz kommen. Unsere Testumgebungen ermöglichen es Ingenieuren, das Kommunikationsverhalten zu bewerten und sicherzustellen, dass Kameramodule innerhalb der übergeordneten Systemarchitektur korrekt funktionieren.

Zu den typischen Validierungsmaßnahmen im Bereich Schnittstellen- und Systemintegration gehören:

  • GMSL-Kameratests in Automotive-Kamerasystemen
  • MIPI-CSI-2-Kameratests, die häufig in eingebetteten und mobilen Geräten zum Einsatz kommen
  • FPD-Link-Kameratests und LVDS-Kameratests für die High-Speed-Videoübertragung
  • Tests von GigE-Vision-Kameras und Ethernet-Kameras in industriellen Vision-Systemen
  • Überprüfung der Bildrate und Messung der Latenz in Videoübertragungs-Pipelines
  • Überprüfung der Bildaufnahme zur Bestätigung einer stabilen Übertragung des Videostreams an die Verarbeitungseinheiten

Diese Validierungsabläufe tragen dazu bei, dass die Kameramodule zuverlässig mit der Vearbeitungselektronik kommunizieren und nach der Integration in das Endgerät eine stabile Leistung aufweisen.

Pipeline zur Bildsignalverarbeitung (ISP – Image Signal Processing Pipeline)

Die Pipeline zur Bildsignalverarbeitung spielt eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Rohdaten des Bildsensors in verwertbare visuelle Informationen. Sobald der Bildsensor Licht erfasst hat, führt der Bildsignalprozessor (ISP) eine Reihe von Verarbeitungsschritten durch, die das Rohsignal in ein endgültiges Bild umwandeln, das für die Analyse oder Anzeige geeignet ist.

Die Lösungen von Averna unterstützen ISP-Validierungstests, um sicherzustellen, dass die Bildverarbeitungsalgorithmen innerhalb der gesamten Kameraarchitektur korrekt funktionieren. Dazu gehört die Überprüfung des Verhaltens der Pipline zur Bildsignalverarbeitung unter verschiedenen Betriebsbedingungen und Systemkonfigurationen.

Anhand kontrollierter Bildaufnahmen und Referenztestmuster können wir sicherstellen, dass die verarbeiteten Bilddaten auch nach der Integration in die umgebende Kameraelektronik und Softwareumgebung konsistent bleiben.

Testen und Kalibrieren von Kameras in der Fertigung

Sobald eine Kameraarchitektur während der Entwicklung validiert wurde, müssen die Hersteller sicherstellen, dass jedes produzierte Gerät eine gleichbleibende Bildqualität liefert. Bei den Tests der Kameras während der Fertigung wird überprüft, ob jedes Kameramodul die optischen und elektronischen Spezifikationen erfüllt, bevor es in das Endprodukt integriert wird.

Die Plattformen von Averna unterstützen End-of-Line-Tests von Kameramodulen unter Verwendung kalibrierter Beleuchtungssysteme wie Kugelbeleuchtung und hochpräzise Lichtquellen. Diese kontrollierten Umgebungen ermöglichen es Ingenieuren, Kamerakalibrierungstests unter stabilen und wiederholbaren Messbedingungen durchzuführen.

Fallstudie

Anwendungsbeispiel: Test der GMSL2-Kamera-Schnittstellen-Leiterplatte

Um die Zuverlässigkeit von eingebetteten Mehrkamera-Systemen sicherzustellen, hat Averna eine spezielle PCBA-Testplattform entwickelt, die zur Validierung von High-Speed-GMSL2-Schnittstellen konzipiert ist. Die Lösung zielt darauf ab, die Signalintegrität, die Datenstabilität und die korrekte Konfiguration in komplexen Video-Routing-Architekturen sicherzustellen.
  • End-to-End-Validierung der GMSL2-Ein- und Ausgänge über mehrere Kanäle, um eine stabile Videoübertragung über alle Routing-Pfade hinweg zu gewährleisten
  • Integriertes Sicherheitsverarbeitungsmodul, das die Umleitung von Signalen in Echtzeit und die Fehlererkennung bei Videostreams ermöglicht
Diese Plattform bietet eine kontrollierte und reproduzierbare Umgebung zur Validierung von High-Speed-Kameraschnittstellen. Sie hilft Ingenieuren dabei, Signalprobleme frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig einen konsistenten Bilddatenfluss in eingebetteten Vision-Systemen sicherzustellen.
5 Eingänge / 5 Ausgänge (GMSL2)
720p → 240p Unterstützung

Sichere Leistungsfähigkeit Ihrer Kamerasysteme

Moderne Bildverarbeitungsysteme erfordern eine präzise Koordination. Die Validierung dieser komplexen Architekturen erfordert spezielle Kameratestlösungen, die kontrollierte Bedingungen reproduzieren und das Systemverhalten über die gesamte Bildverarbeitungskette hinweg bewerten können. Genau das ist unser Metier, und darin sind wir gut. Erörtern Sie mit unserem Testentwicklungsteam, wie eine maßgeschneiderte Kameratestplattform Ihre Validierungsstrategie unterstützen kann.